Druckertreiber neu installieren – so geht es unter Windows Schritt für Schritt

Wenn Neustart, Warteschlange leeren und Kabel wechseln nichts gebracht haben, ist der Treiber oft der nächste sinnvolle Schritt. Klingt technisch, ist aber in der Praxis gut handhabbar – auch ohne IT-Hintergrund.

Druckertreiber sind die Software-Schicht zwischen Windows und dem Drucker. Wenn diese Schicht beschädigt ist, veraltet ist oder nach einem Update nicht mehr richtig funktioniert, passiert beim Drucken entweder gar nichts oder das Falsche. Eine saubere Neuinstallation räumt das in den meisten Fällen zuverlässig auf.

Vorher: Den richtigen Treiber finden

Bevor man irgendetwas deinstalliert, kurz vorbereiten. Man braucht:

Die genaue Modellbezeichnung des Druckers – steht meistens auf dem Gerät selbst, oben oder vorne auf einem Aufkleber.

Die Windows-Version – entweder Windows 10 oder Windows 11, und ob es sich um ein 32-Bit- oder 64-Bit-System handelt. Das lässt sich unter Einstellungen → System → Info nachschauen.

Mit diesen Informationen die Herstellerwebsite aufrufen und dort den Bereich „Support“ oder „Downloads“ suchen. Modellbezeichnung eingeben, passenden Treiber für die eigene Windows-Version herunterladen. Datei speichern, aber noch nicht installieren – erst kommt die Deinstallation.

Schritt 1: Alten Treiber deinstallieren

Einstellungen → Drucker und Scanner öffnen. Den betreffenden Drucker anklicken, dann „Gerät entfernen“ oder „Drucker entfernen“ wählen. Das entfernt den Drucker aus der Windows-Liste.

Das allein reicht aber oft nicht vollständig. Im Hintergrund können noch Treiberdateien vorhanden sein. Um diese zu entfernen:

In der Windows-Suche „Druckverwaltung“ eintippen und öffnen (nur in Windows Pro verfügbar). Dort unter „Treiber“ alle Einträge für den betreffenden Drucker löschen.

Alternativ – und das funktioniert auf allen Windows-Versionen – geht man in die Systemsteuerung (nicht die modernen Einstellungen), wählt „Geräte und Drucker“, klickt den Drucker mit Rechtsklick an und wählt „Druckereigenschaften“ → „Erweitert“ → „Neuer Treiber“. Das ist ein etwas umständlicher Weg, aber er öffnet den Treiber-Verwaltungsbereich wo alte Einträge gezielt entfernt werden können.

Am Ende: Computer neu starten. Das ist wichtig – Windows räumt beim Neustart Treiber-Reste auf.

Schritt 2: Neuen Treiber installieren

Nach dem Neustart die vorhin heruntergeladene Treiber-Datei ausführen. Das ist meistens eine .exe-Datei die einen Installationsassistenten startet. Den Anweisungen folgen – meistens nur ein paarmal auf „Weiter“ klicken.

Wenn der Assistent fragt wie der Drucker angeschlossen ist: Bei USB-Druckern das Kabel erst dann einstecken wenn der Assistent das explizit verlangt. Manche Installationen erkennen das Gerät besser wenn es zum richtigen Zeitpunkt angeschlossen wird.

Nach Abschluss der Installation einen Testdruck senden. In den meisten Fällen läuft der Drucker danach wieder normal.

Wenn Windows keinen passenden Treiber findet

Manchmal bietet Windows bei der automatischen Druckersuche einen generischen Treiber an – das ist eine abgespeckte Version die grundlegende Druckfunktionen ermöglicht, aber oft ohne Einstellungsmöglichkeiten für Druckqualität, beidseitigen Druck oder andere Gerätefunktionen.

Für den normalen Heimgebrauch reicht der generische Treiber manchmal aus. Wer aber alle Funktionen des Geräts nutzen möchte, kommt an der Herstellerwebsite nicht vorbei.

Ein Detail das den Unterschied macht

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Treiber allein und dem vollständigen Softwarepaket des Herstellers. Hersteller bieten oft zwei Download-Optionen an: einen reinen Treiber und ein vollständiges Software-Paket mit Scan-Software, Wartungstools und Druckassistenten.

Für die reine Druckfunktion reicht der Treiber. Das vollständige Paket bringt mehr Komfort, aber auch mehr Software im Hintergrund. Wer auf Ressourcen achtet, wählt den minimalen Treiber.

Wer nach einem Windows-Update in diese Situation geraten ist, findet im Artikel Drucker nach Windows-Update weg außerdem Hinweise warum das so häufig passiert und wie man es beim nächsten Update vermeiden kann.