Der Drucker zeigt eine Nummer, einen Buchstaben-Zahlen-Mix oder eine kryptische Meldung an – und man weiß nicht was damit gemeint ist. „E3″, „0x00000709″, „Error 5011″, „Ox00000bc4″ – diese Codes sehen nach mehr aus als sie sind. Meistens steckt dahinter etwas sehr Konkretes.
Ein kurzer Überblick über die häufigsten Fehlermeldungen und was sie bedeuten.
Fehlercodes am Druckergehäuse
Viele Drucker haben ein kleines Display oder eine LED-Anzeige, über die sie Fehlerzustände kommunizieren. Diese Codes sind herstellerspezifisch – ein „E5″ bei Canon bedeutet etwas anderes als bei Epson oder HP. Trotzdem gibt es ein paar Muster.
Codes die mit „E“ beginnen stehen meistens für interne Gerätezustände: Tintenmangel, Papierstau, Druckkopfproblem oder eine Wartungsanforderung. Codes die mit Zahlen allein angezeigt werden – etwa blinkende LEDs in einer bestimmten Kombination – deuten oft auf mechanische Fehler hin.
Die schnellste Lösung bei einem unbekannten Display-Code: Modellbezeichnung des Druckers und den Code zusammen suchen. Hersteller dokumentieren ihre Fehlercodes auf den Support-Seiten, meistens mit konkreten Lösungshinweisen.
Windows-Fehlercodes beim Drucken
Windows produziert seine eigenen Fehlermeldungen wenn etwas mit dem Drucker nicht stimmt. Einige tauchen besonders oft auf.
Fehler 0x00000709 – Der Standarddrucker konnte nicht gesetzt werden. Tritt häufig nach Windows-Updates auf. Ursache ist meistens ein beschädigter Registrierungseintrag. Lösung: Drucker aus der Liste entfernen und neu hinzufügen, oder den Treiber neu installieren.
Fehler 0x0000007c – Tritt meist nach Windows-Updates auf und verhindert das Drucken komplett. Microsoft hat dafür mehrfach Patches veröffentlicht. Ein Windows-Update einspielen oder den Treiber neu installieren behebt es in den meisten Fällen.
Fehler 0x00000bc4 oder „Kein Drucker gefunden“ – Windows kann den Drucker nicht erreichen. Häufig ein Verbindungsproblem oder ein nicht laufender Druckspooler-Dienst. Spooler neu starten und Verbindung prüfen.
„Drucker nicht verfügbar“ ohne Fehlercode – kein technischer Fehler im eigentlichen Sinn, sondern ein Verbindungsstatus. Mehr dazu im Artikel Drucker momentan nicht verfügbar.
HP-spezifische Fehlercodes
HP-Drucker haben ein recht ausgeprägtes Fehlersystem mit eigenen Codes.
„Ink System Failure“ oder „0x610000xx“ – Ein internes Problem mit dem Tintensystem. Häufige Lösung: Drucker ausschalten, Netzkabel ziehen, 60 Sekunden warten, wieder einschalten. Wenn das nicht hilft, kann ein Firmware-Reset nötig sein.
„Carriage Jam“ – Der Druckkopfschlitten ist blockiert. Drucker ausschalten, Abdeckung öffnen und nach Hindernissen suchen, die den Schlitten blockieren.
„Low Ink“ oder „Very Low Ink“ – Tintenwarnung. Bei „Low“ noch ausreichend Tinte für weitere Seiten. Bei „Very Low“ sollte eine neue Patrone bereitliegen, aber meistens kann noch etwas weitergedruckt werden.
Epson-Fehlercodes
Bei Epson-Druckern tauchen häufig Meldungen rund um den Resttintenbehälter auf.
„Waste Ink Pad is at the end of its service life“ – Der Tintenschwamm im Drucker der verbrauchte Tinte aus Reinigungszyklen auffängt, ist voll. Das ist ein bekanntes Problem bei vielen Epson-Modellen nach intensiver Nutzung. Epson bietet ein offizielles Tool zum Zurücksetzen des Zählers an. Bei manchen Modellen lässt sich der Schwamm auch selbst reinigen oder tauschen.
„A printer error has occurred“ – Allgemeiner interner Fehler. Drucker aus- und einschalten löst das meistens. Falls nicht, hilft ein vollständiger Reset.
Canon-Fehlercodes
E02, E03, E04 – Papier-bezogene Fehler: kein Papier eingelegt (E02), Papierstau (E03), falsches Papierformat oder zu viel Papier (E04).
E05, E08 – Patronen-Fehler. E05 bedeutet dass eine Patrone nicht erkannt wird oder fehlt. E08 zeigt an dass der Resttintenbehälter fast voll ist.
E13, E16 – Tinte leer. Bei E16 verweigert manche Canon-Modelle den Weiterbetrieb komplett bis die Patrone gewechselt wird.
Wenn der Code nirgends erklärt wird
Manche Fehlercodes sind sehr spezifisch oder betreffen ältere Modelle die im allgemeinen Support nicht mehr gut dokumentiert sind. In solchen Fällen hilft ein Blick in Nutzerforen – oft haben andere dasselbe Problem bereits gelöst und die Lösung beschrieben.
Für eine strukturierte Diagnose wenn der Fehler unklar bleibt, gibt es außerdem Drucker-Diagnose-Tools die viele bekannte Fehlercodes automatisch auswerten und Lösungsvorschläge machen.
